Warum Nameserver über Erfolg oder Chaos einer Domain entscheiden
Ohne Nameserver wäre das Internet, wie wir es kennen, nicht nutzbar. Jedes Mal, wenn Sie eine Domain in Ihren Browser eingeben, findet im Hintergrund eine komplexe Abfrage statt. Nameserver sind das Bindeglied zwischen für Menschen lesbaren Namen (wie dreamcodes.net) und den für Computer verständlichen IP-Adressen.
In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Nameserver funktionieren und wie Sie diese korrekt konfigurieren, um die volle Kontrolle über Ihre Web Projekte zu behalten.
1. Was ist ein Nameserver (NS)?
Ein Nameserver ist ein spezialisierter Server, der Teil des Domain Name Systems (DNS) ist. Er fungiert als digitales Telefonbuch. Seine Hauptaufgabe besteht darin, Anfragen nach einer Domain zu beantworten und auf den richtigen Server (Webserver, Mailserver etc.) zu verweisen.
In der Regel besitzt jede Domain mindestens zwei Nameserver (einen primären und einen sekundären), um Ausfallsicherheit zu garantieren.
2. Der NS-Eintrag (Resource Record)
Der NS-Eintrag innerhalb Ihrer DNS-Zone legt fest, welche Server die autoritative Kontrolle über Ihre Domain haben. Er sagt dem restlichen Internet: „Wenn du wissen willst, wo die Webseite von dreamcodes.net liegt, frag bitte diese spezifischen Nameserver.“
Wenn Sie ein Hosting-Paket kaufen, nutzt Ihre Domain standardmäßig die Nameserver des Providers. Möchten Sie jedoch externe Dienste wie Cloudflare nutzen oder einen eigenen Server verwalten, müssen Sie diese Einträge ändern.
3. Warum sollte man Nameserver ändern?
Es gibt mehrere Gründe, warum ein Wechsel der Nameserver notwendig oder sinnvoll ist:
- Hosting-Wechsel: Sie ziehen mit Ihrer Webseite zu einem neuen Anbieter um, behalten aber die Domain beim alten Registrar.
- Performance & Sicherheit: Nutzung von CDNs (Content Delivery Networks) wie Cloudflare, die eigene Nameserver bereitstellen, um die Ladezeit zu optimieren und DDoS-Schutz zu bieten.
- Zentrale Verwaltung: Sie bündeln mehrere Domains bei einem Anbieter, lassen die DNS-Verwaltung aber über ein spezialisiertes Tool laufen.
4. Schritt für Schritt Anleitung: Nameserver verwalten
Schritt 1: Neue Nameserver ermitteln
Bevor Sie Änderungen vornehmen, benötigen Sie die Adressen der neuen Nameserver. Diese sehen meist so aus:
ns1.beispiel-dns.dens2.beispiel-dns.de
Schritt 2: DNS-Verwaltung beim Registrar aufrufen
Loggen Sie sich in das Kundenportal ein, bei dem Sie Ihre Domain registriert haben. Suchen Sie den Bereich „Domain-Verwaltung“ oder „Nameserver-Einstellungen“.
Schritt 3: Nameserver aktualisieren
Wählen Sie die Option „Eigene Nameserver verwenden“ und geben Sie die Adressen Ihres neuen Anbieters ein.
Wichtig: Sie müssen meist mindestens zwei Nameserver angeben. Achten Sie darauf, dass keine alten Einträge stehen bleiben, die zu Konflikten führen könnten.
Schritt 4: Die Propagationszeit (Wartezeit)
Nameserver-Änderungen werden nicht sofort weltweit aktiv. Es dauert in der Regel 2 bis 24 Stunden, bis die neuen Informationen in allen DNS-Caches weltweit verteilt sind. In dieser Zeit kann es zu einer unregelmäßigen Erreichbarkeit kommen.
5. Häufige Fehler und wie man sie vermeidet
- Fehlende Redundanz: Nutzen Sie niemals nur einen Nameserver. Fällt dieser aus, ist Ihre komplette Webseite und Ihr eMail Verkehr weltweit offline.
- Falsche Glue Records: Wenn Sie Nameserver nutzen, die eine Subdomain der eigentlichen Domain sind (z. B.
ns1.ihredomain.de), müssen Sie „Glue Records“ (IP-Verknüpfungen) beim Registrar setzen. - TTL (Time to Live) ignorieren: Die TTL bestimmt, wie lange DNS-Informationen zwischengespeichert werden. Vor einem geplanten Umzug sollte die TTL gesenkt werden, damit Änderungen schneller greifen.
6. Fazit
Die korrekte Konfiguration der Nameserver ist das Fundament für die Erreichbarkeit Ihrer Webseite. Während die Standardeinstellungen der meisten Provider für Anfänger ausreichen, bietet die manuelle Verwaltung der Nameserver Profis und Dreamcodes Nutzern die nötige Flexibilität für Performance-Optimierungen und skalierbare Infrastrukturen.
