So steuerst du den Bot-Traffic und die Link-Power
Links sind die Straßen des Internets. Doch nicht jede Straße sollte für jeden gleich befahrbar sein. Mit den sogenannten Rel-Attributen im HTML-Code gibst du Suchmaschinen wie Google präzise Anweisungen, wie sie einem Link folgen sollen und welche Beziehung zwischen deiner Seite und dem Ziel besteht.
In diesem Dreamcodes Ratgeber erfährst du, welche Rel-Attribute für SEO und Sicherheit entscheidend sind und wie du sie auf deiner Webseite richtig einsetzt.
1. Was ist ein Rel Attribute?
Das rel-Attribut steht innerhalb eines <a>-Tags (Hyperlink) und definiert das Verhältnis (Relation) zwischen der aktuellen Seite und der verlinkten Ressource.
Ein Standard-Link sieht so aus: <a href="https://beispiel.de" rel="nofollow">Link-Text</a>
Für den Nutzer ist das Attribut unsichtbar, für Crawler ist es jedoch ein wichtiges Signal zur Bewertung der Link-Struktur.
2. Die wichtigsten Rel Attribute im Überblick
rel=“nofollow“ (Der Klassiker)
Dies ist das bekannteste Attribut. Es weist Suchmaschinen an, dem Link nicht zu folgen und keine Link-Autorität („Linkjuice“) an das Ziel zu vererben.
- Einsatz: Bezahlte Links, unmoderierte Kommentarbereiche oder Links zu Seiten, für deren Inhalt du nicht bürgen möchtest.
rel=“sponsored“ (Für Werbung)
Eingeführt von Google, um explizit gekaufte Links oder Anzeigen zu kennzeichnen.
- Einsatz: Affiliate-Links, Advertorials oder gesponserte Beiträge. Es hilft Google, manipulative Backlink-Strategien von ehrlicher Werbung zu unterscheiden.
rel=“ugc“ (User Generated Content)
UGC steht für nutzergenerierte Inhalte.
- Einsatz: Links in Forenposts, Kommentaren oder Gästebüchern. So signalisierst du, dass der Link nicht von dir als Seitenbetreiber, sondern von einem Nutzer stammt.
rel=“noopener“ und rel=“noreferrer“ (Sicherheit & Privacy)
Diese Attribute sind weniger für SEO, aber extrem wichtig für die Sicherheit.
- noopener: Verhindert, dass die neu geöffnete Seite (via
target="_blank") Zugriff auf das ursprüngliche Browser-Fenster erhält. Schützt vor Phishing. - noreferrer: Verhindert, dass der Ziel-Server erfährt, von welcher Webseite der Besucher kommt (Referrer-Information wird unterdrückt).
3. Spezial-Attribute: „next“ und „prev“
Bei paginierten Inhalten (zB. eine Liste von Blogartikeln auf mehreren Seiten) wurden früher rel="next" und rel="prev" genutzt, um Google die logische Abfolge zu zeigen.
- Hinweis: Google nutzt diese zwar nicht mehr zur Indexierung, aber andere Suchmaschinen oder Browser (für das Vorladen von Seiten) profitieren weiterhin davon.
4. Warum solltest du Rel-Attribute nutzen?
- Schutz vor Google Penalties: Werden bezahlte Links nicht als
nofollowodersponsoredgekennzeichnet, kann dies als Verstoß gegen die Webmaster Richtlinien gewertet werden. - Budget Optimierung: Crawler haben ein begrenztes „Crawl-Budget“. Indem du unwichtigen Links ein
nofollowverpasst, lenkst du die Aufmerksamkeit der Bots auf deine strategisch wichtigen Seiten. - Sicherheit: Mit
noopenerschützt du deine Nutzer vor böswilligen Skripten auf externen Webseiten.
5. Kombination von Attributen
Du kannst mehrere Werte in einem Attribut kombinieren, indem du sie mit einem Leerzeichen trennst: <a href="..." rel="nofollow ugc noopener">Nutzer-Link</a>
Hier signalisierst du: „Der Link stammt von einem User, ich möchte keine Link-Power vererben und die Sicherheit soll gewährleistet sein.“
6. Fazit für Entwickler
Rel Attribute sind kleine Ergänzungen mit großer Wirkung. Ob für SEO Zwecke oder die Sicherheit deiner Besucher, die korrekte Auszeichnung von Links gehört zum Standardrepertoire einer modernen Webseite. Achte besonders bei automatisierten Systemen (wie Kommentarfunktionen oder Affiliate Plugins) darauf, dass die passenden Attribute automatisch gesetzt werden.
