Mittwoch, 14 Januar 2026

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MX Record einrichten

So steuern Sie Ihren E-Mail-Empfang professionell

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie eine E-Mail den Weg genau in Ihr Postfach findet? Während der A-Record bestimmt, wo Ihre Webseite liegt, ist der MX-Record der digitale Wegweiser für alle eingehenden E-Mails. Ohne einen korrekt konfigurierten MX-Record bleibt Ihr Posteingang leer.

In diesem Dreamcodes Ratgeber erfahren Sie, wie MX-Records funktionieren und wie Sie diese konfigurieren, um einen reibungslosen Mail Empfang zu garantieren.

1. Was ist ein MX-Record?

Der MX-Record (Mail Exchange) ist ein spezialisierter Eintrag in der DNS-Zone Ihrer Domain. Er gibt an, welcher Mailserver dafür zuständig ist, E-Mails im Namen Ihrer Domain entgegenzunehmen.

Stellen Sie sich den MX-Record wie eine Nachsendeanweisung bei der Post vor: Er sagt dem Absender-Server: „eMails für @ihredomain.de bitte nicht an den Webserver liefern, sondern direkt an diesen spezifischen Mail-Server weiterleiten.“

2. Die Besonderheit: Priorität und Redundanz

Ein entscheidender Unterschied zu anderen DNS-Einträgen ist die Priorität (oft auch „Preference“ genannt). Sie können mehrere MX-Records für eine Domain hinterlegen, um die Ausfallsicherheit zu erhöhen.

  • Niedriger Wert = Höhere Priorität: Ein Server mit der Priorität 10 wird immer vor einem Server mit der Priorität 20 angesprochen.
  • Fallbacks: Sollte der primäre Server (mit dem niedrigsten Wert) nicht erreichbar sein, versucht der Absender automatisch, die E-Mail an den Server mit der nächsthöheren Priorität zuzustellen.

3. Aufbau eines MX-Records

Ein typischer MX-Eintrag besteht aus drei Hauptkomponenten:

  1. Host/Name: Meistens die Hauptdomain (symbolisiert durch @).
  2. Priorität: Eine Zahl (z. B. 0, 10, 20).
  3. Ziel (Points to): Der Hostname des Mailservers (zB. mail.ihrprovider.de oder ASPMX.L.GOOGLE.COM).

Wichtig: Ein MX-Record darf niemals direkt auf eine IP-Adresse zeigen, sondern muss immer auf einen vollqualifizierten Domainnamen (FQDN) verweisen.

4. Schritt für Schritt-Anleitung zur Einrichtung

Schritt 1: Mailserver Daten ermitteln

Wenn Sie einen externen eMail Dienst (wie Microsoft 365, Google Workspace oder einen spezialisierten Mail-Hoster) nutzen, stellt Ihnen dieser die benötigten MX-Einträge zur Verfügung. Notieren Sie sich die Hostnamen und die jeweiligen Prioritäten.

Schritt 2: DNS Verwaltung aufrufen

Loggen Sie sich bei Ihrem Domain-Registrar oder DNS-Anbieter ein und suchen Sie die DNS-Einstellungen für Ihre Domain.

Schritt 3: Bestehende MX-Einträge prüfen

Bevor Sie neue Einträge hinzufügen, sollten Sie alte oder nicht mehr genutzte MX-Records löschen, um Konflikte bei der Zustellung zu vermeiden.

Schritt 4: Neue MX-Records anlegen

  1. Wählen Sie als Typ MX.
  2. Geben Sie bei Host/Name das @-Zeichen ein.
  3. Tragen Sie die Priorität ein (z. B. 10).
  4. Geben Sie den Mailserver Hostnamen als Ziel an.
  5. Speichern Sie den Eintrag und wiederholen Sie den Vorgang für eventuelle Backup Server.

5. Häufige Fehlerquellen

  • IP-Adressen statt Hostnames: Wie erwähnt, ist die Angabe einer IP-Adresse im Ziel-Feld eines MX-Records technisch nicht zulässig und führt zu Fehlern.
  • Punkt am Ende: Bei manchen Profi DNS Editoren muss am Ende des Hostnamens ein Punkt stehen (zB. mail.server.de.), um anzuzeigen, dass der Name absolut ist. Die meisten modernen Panels fügen diesen jedoch automatisch hinzu.
  • Wartezeit (Propagation): Änderungen an MX-Records können bis zu 24 Stunden dauern, bis sie global aktiv sind. In dieser Zeit kann es vereinzelt noch zur Zustellung an die alten Server kommen.

6. Fazit

Der MX-Record ist das Herzstück Ihrer geschäftlichen Kommunikation. Er ermöglicht es Ihnen, Webhosting und eMail Dienste voneinander zu trennen, zum Beispiel Ihre Webseite bei einem spezialisierten Hoster und Ihre E-Mails bei einem Cloud-Anbieter zu betreiben. Für Dreamcodes Nutzer ist die sichere Beherrschung der MX-Einstellungen essenziell für eine professionelle Infrastruktur.

Dreamcodes Redaktion
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Jeder auf Dreamcodes bereitgestellte Codeschnipsel sowie jede Tutorial Anleitung basiert auf geprüften Best Practices und fundierter Praxiserfahrung. Ziel ist es, ein belastbares technisches Fundament bereitzustellen und keine unausgereiften oder experimentellen Lösungen zu veröffentlichen. Die konkrete Nutzung, Integration, Anpassung und Absicherung der Inhalte obliegt jedoch dem Anwender. Vor dem produktiven Einsatz sind sämtliche Inhalte eigenverantwortlich zu prüfen, zu testen und gegebenenfalls abzusichern. Dreamcodes stellt die technische Grundlage zur Verfügung, die finale Umsetzung und Verantwortung verbleibt beim Nutzer.
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