So verbindest du deine Domain mit deinem Server
Wenn du eine Domain registrierst, ist sie zunächst wie eine leere Adresse ohne Haus. Damit Besucher deine Webseite tatsächlich sehen können, musst du die Domain mit der IP-Adresse deines Webservers verknüpfen. Hier kommen der A-Record und sein moderner Nachfolger, der AAAA-Record, ins Spiel.
In diesem Dreamcodes Ratgeber lernst du, wie du diese fundamentalen DNS-Einträge setzt, um deine Webseite unter deiner Wunsch-Domain erreichbar zu machen.
1. Was sind A und AAAA-Records?
Beide Record-Typen haben dieselbe Aufgabe: Sie übersetzen einen Hostnamen (zB. dreamcodes.net) in eine IP-Adresse, die Computer verstehen können.
- A-Record (Address Record): Dies ist der klassische Standard. Er verweist auf eine IPv4-Adresse, die aus vier Zahlenblöcken besteht (zB.
123.45.67.89). Da der weltweite Vorrat an IPv4-Adressen nahezu erschöpft ist, wird der Nachfolger immer wichtiger. - AAAA-Record (Quad-A Record): Dieser Eintrag verweist auf eine IPv6-Adresse. Diese Adressen sind deutlich länger und bestehen aus acht Blöcken mit Hexadezimalzahlen (z. B.
2001:0db8:85a3:0000:0000:8a2e:0370:7334).
2. Warum braucht man beide?
Wir befinden uns aktuell in einer Übergangsphase von IPv4 zu IPv6. Während ältere Netzwerke und Geräte oft nur IPv4 unterstützen, nutzen moderne Infrastrukturen bereits verstärkt IPv6.
- Abwärtskompatibilität: Ein A-Record sorgt dafür, dass jeder Nutzer weltweit deine Seite erreicht.
- Zukunftssicherheit: Ein AAAA-Record ermöglicht eine schnellere und direktere Verbindung in modernen Netzen.
- Dual-Stack: Wenn du beide Einträge setzt, spricht man von „Dual-Stack“. Der Browser des Besuchers entscheidet dann automatisch, welcher Weg der effizienteste ist.
3. Aufbau der Records
Ein A oder AAAA-Eintrag ist sehr simpel strukturiert:
- Host/Name: Entweder
@für die Hauptdomain oder ein Name wiewwwfür eine Subdomain. - Typ:
A(für IPv4) oderAAAA(für IPv6). - Wert (Value): Die IP Adresse deines Servers.
- TTL (Time to Live): Die Zeitdauer, die der Eintrag im Cache gespeichert wird.
Beispiel: dreamcodes.net. IN A 123.45.67.89 dreamcodes.net. IN AAAA 2001:db8::1
4. Schritt für Schritt Anleitung zur Einrichtung
Schritt 1: IP-Adresse ermitteln
Logge dich in dein Hosting-Panel (zB. cPanel, Plesk oder dein Cloud-Dashboard) ein. Dort findest du unter „Server-Informationen“ oder „Netzwerk“ deine öffentliche IPv4 und (falls vorhanden) IPv6-Adresse.
Schritt 2: DNS Verwaltung öffnen
Gehe zum Kundenbereich deines Domain-Registrars und öffne die DNS-Einstellungen für die gewünschte Domain.
Schritt 3: Einträge anlegen oder ändern
- Für die Hauptdomain: Erstelle einen Record mit dem Host
@, TypAund deiner IPv4-Adresse. - Für die www Version: Erstelle einen zweiten Record mit Host
www, TypAund derselben IP (oder nutze alternativ einen CNAME). - Optional (empfohlen): Wiederhole den Vorgang für den Typ
AAAAmit deiner IPv6-Adresse.
Schritt 4: Überprüfung
DNS Änderungen brauchen Zeit (Propagation). Du kannst den Status prüfen, indem du in deinem Terminal (CMD unter Windows) den Befehl ping deine-domain.de eingibst oder Online-Tools wie „DNS Checker“ nutzt.
5. Wichtige Tipps für Dreamcodes Nutzer
- Keine doppelten A-Records: Setze für denselben Hostnamen (zB.
@) niemals zwei A-Records mit unterschiedlichen IP-Adressen, außer du möchtest „Round Robin Load Balancing“ betreiben (was für normale Webseiten eher zu Problemen führt). - Subdomains: Jede Subdomain (zB.
dev.deinedomain.de) benötigt ihren eigenen A-Record, wenn sie auf einen anderen Server zeigen soll. - TTL bei Umzügen: Wenn du planst, deinen Server zu wechseln, setze die TTL 24 Stunden vorher auf einen niedrigen Wert (zB. 300 Sekunden). So greift der neue A-Record nach dem Umzug fast sofort.
6. Fazit
Der A-Record ist das Fundament der Erreichbarkeit. Auch wenn der AAAA-Record technisch moderner ist, bleibt der A-Record vorerst unverzichtbar. Eine saubere Konfiguration beider Records stellt sicher, dass deine Projekte für jeden Besucher weltweit schnell und zuverlässig erreichbar sind.

