Mittwoch, 14 Januar 2026

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A & AAAA Record einrichten

So verbindest du deine Domain mit deinem Server

Wenn du eine Domain registrierst, ist sie zunächst wie eine leere Adresse ohne Haus. Damit Besucher deine Webseite tatsächlich sehen können, musst du die Domain mit der IP-Adresse deines Webservers verknüpfen. Hier kommen der A-Record und sein moderner Nachfolger, der AAAA-Record, ins Spiel.

In diesem Dreamcodes Ratgeber lernst du, wie du diese fundamentalen DNS-Einträge setzt, um deine Webseite unter deiner Wunsch-Domain erreichbar zu machen.

1. Was sind A und AAAA-Records?

Beide Record-Typen haben dieselbe Aufgabe: Sie übersetzen einen Hostnamen (zB. dreamcodes.net) in eine IP-Adresse, die Computer verstehen können.

  • A-Record (Address Record): Dies ist der klassische Standard. Er verweist auf eine IPv4-Adresse, die aus vier Zahlenblöcken besteht (zB. 123.45.67.89). Da der weltweite Vorrat an IPv4-Adressen nahezu erschöpft ist, wird der Nachfolger immer wichtiger.
  • AAAA-Record (Quad-A Record): Dieser Eintrag verweist auf eine IPv6-Adresse. Diese Adressen sind deutlich länger und bestehen aus acht Blöcken mit Hexadezimalzahlen (z. B. 2001:0db8:85a3:0000:0000:8a2e:0370:7334).

2. Warum braucht man beide?

Wir befinden uns aktuell in einer Übergangsphase von IPv4 zu IPv6. Während ältere Netzwerke und Geräte oft nur IPv4 unterstützen, nutzen moderne Infrastrukturen bereits verstärkt IPv6.

  • Abwärtskompatibilität: Ein A-Record sorgt dafür, dass jeder Nutzer weltweit deine Seite erreicht.
  • Zukunftssicherheit: Ein AAAA-Record ermöglicht eine schnellere und direktere Verbindung in modernen Netzen.
  • Dual-Stack: Wenn du beide Einträge setzt, spricht man von „Dual-Stack“. Der Browser des Besuchers entscheidet dann automatisch, welcher Weg der effizienteste ist.

3. Aufbau der Records

Ein A oder AAAA-Eintrag ist sehr simpel strukturiert:

  1. Host/Name: Entweder @ für die Hauptdomain oder ein Name wie www für eine Subdomain.
  2. Typ: A (für IPv4) oder AAAA (für IPv6).
  3. Wert (Value): Die IP Adresse deines Servers.
  4. TTL (Time to Live): Die Zeitdauer, die der Eintrag im Cache gespeichert wird.

Beispiel: dreamcodes.net. IN A 123.45.67.89 dreamcodes.net. IN AAAA 2001:db8::1

4. Schritt für Schritt Anleitung zur Einrichtung

Schritt 1: IP-Adresse ermitteln

Logge dich in dein Hosting-Panel (zB. cPanel, Plesk oder dein Cloud-Dashboard) ein. Dort findest du unter „Server-Informationen“ oder „Netzwerk“ deine öffentliche IPv4 und (falls vorhanden) IPv6-Adresse.

Schritt 2: DNS Verwaltung öffnen

Gehe zum Kundenbereich deines Domain-Registrars und öffne die DNS-Einstellungen für die gewünschte Domain.

Schritt 3: Einträge anlegen oder ändern

  1. Für die Hauptdomain: Erstelle einen Record mit dem Host @, Typ A und deiner IPv4-Adresse.
  2. Für die www Version: Erstelle einen zweiten Record mit Host www, Typ A und derselben IP (oder nutze alternativ einen CNAME).
  3. Optional (empfohlen): Wiederhole den Vorgang für den Typ AAAA mit deiner IPv6-Adresse.

Schritt 4: Überprüfung

DNS Änderungen brauchen Zeit (Propagation). Du kannst den Status prüfen, indem du in deinem Terminal (CMD unter Windows) den Befehl ping deine-domain.de eingibst oder Online-Tools wie „DNS Checker“ nutzt.

5. Wichtige Tipps für Dreamcodes Nutzer

  • Keine doppelten A-Records: Setze für denselben Hostnamen (zB. @) niemals zwei A-Records mit unterschiedlichen IP-Adressen, außer du möchtest „Round Robin Load Balancing“ betreiben (was für normale Webseiten eher zu Problemen führt).
  • Subdomains: Jede Subdomain (zB. dev.deinedomain.de) benötigt ihren eigenen A-Record, wenn sie auf einen anderen Server zeigen soll.
  • TTL bei Umzügen: Wenn du planst, deinen Server zu wechseln, setze die TTL 24 Stunden vorher auf einen niedrigen Wert (zB. 300 Sekunden). So greift der neue A-Record nach dem Umzug fast sofort.

6. Fazit

Der A-Record ist das Fundament der Erreichbarkeit. Auch wenn der AAAA-Record technisch moderner ist, bleibt der A-Record vorerst unverzichtbar. Eine saubere Konfiguration beider Records stellt sicher, dass deine Projekte für jeden Besucher weltweit schnell und zuverlässig erreichbar sind.

Dreamcodes Redaktion
Dreamcodes Redaktion
Jeder auf Dreamcodes bereitgestellte Codeschnipsel sowie jede Tutorial Anleitung basiert auf geprüften Best Practices und fundierter Praxiserfahrung. Ziel ist es, ein belastbares technisches Fundament bereitzustellen und keine unausgereiften oder experimentellen Lösungen zu veröffentlichen. Die konkrete Nutzung, Integration, Anpassung und Absicherung der Inhalte obliegt jedoch dem Anwender. Vor dem produktiven Einsatz sind sämtliche Inhalte eigenverantwortlich zu prüfen, zu testen und gegebenenfalls abzusichern. Dreamcodes stellt die technische Grundlage zur Verfügung, die finale Umsetzung und Verantwortung verbleibt beim Nutzer.
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