Donnerstag, 11 Dezember 2025

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SGML Definition

SGML (engl. Standard Generalized Markup Language) ist eine Metasprache, mit deren Hilfe man verschiedene Auszeichnungssprachen (engl. markup languages) für Dokumente definieren kann. SGML ist ein ISO-Standard: ISO 8879:1986 Information processing — Text and office systems — Standard Generalized Markup Language (SGML).

HTML und XML werden oft fälschlich als Ableitungen beziehungsweise als Dialekte von SGML beschrieben. HTML ist jedoch eine Anwendung (engl. application) von SGML und XML eine bestimmte Untermenge von SGML.

Um ein gültiges (engl. valid) Dokument in SGML zu beschreiben, braucht man eine Document Type Definition (DTD). In der DTD wird die mögliche Dokumentstruktur beschrieben. Ein SGML-Dokument ist also eine Anwendung oder ein bestimmter Dokumenttyp von SGML. Die Gültigkeit des Dokumentes überprüft man mit so genannten Parsern; diese lesen zunächst die SGML-Deklaration und die DTD ein und prüfen dann, ob das eigentliche Dokument konform mit Deklaration und DTD ist. Ein solcher Parser ist beispielsweise nsgmls von James Clark; dieser Parser wird in dem OpenSP-Paket weiterentwickelt.

Einer der Väter von SGML ist Charles Goldfarb, der die Grundlagen für IBMs Document Composing Facility Generalized Markup Language (DCF GML) definierte. Ziel der GML war es, Dokumente so zu beschreiben, dass das Ergebnis weder von einer bestimmten Plattform noch von einer spezifischen Anwendung abhing. Es ging dabei rein um die logische Struktur wie z.B. die Einteilung eines Buches in Überschriften, Kapitel, Abschnitte und nicht um das Aussehen eines Dokumentes. Diese wesentliche Idee, nämlich das Konzept des generic coding, ist bereits Ende der 1960er Jahre entstanden und geht auf William W. Tunnicliffe zurück. Im Laufe der Jahre wurde GML weiterentwickelt und setzte sich letztendlich als SGML – Standard Generalized Markup Language – 1986 als internationaler Standard durch, als ISO 8879. Wichtige Dokumente sollten in SGML verfasst werden, das unabhängig von ständig wechselnden binären Dateiformaten ist.

Die Sprache beinhaltet eine Vielzahl von Befehlen, deren Dokumentation alleine 500 Seiten umfasst. Außerdem wurde die Document Type Definition, kurz DTD, eingeführt, die den strukturellen Aufbau von Dokumenten beschreibt. Mit ihr lassen sich eigene Auszeichnungssprachen beschreiben. Behörden, Firmen, Bildungseinrichtungen und Institutionen begannen damit, ihre Daten in SGML zu speichern. Den großen Durchbruch auf breiter Front schaffte SGML aber nicht.

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Dreamcodes Redaktion
Dreamcodes Redaktion
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